Katzenhilfe Hoyerswerda e.V
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Tierarztkosten

Bei der Anschaffung einer Katze muss man sich im Klaren darüber sein, dass dieses Tier auch eine ärztliche Versorgung benötigt. So ist es z.B. sinnvoll, die Katze halbjährlich zu entwurmen und ihr die nötigen Impfungen zukommen zu lassen. Freigängerkatzen sollen bitte unbedingt gegen die gefürchtete Tollwut geimpft werden.

Wir haben uns bei Tierärzten quer durch unsere Republik einmal nach den aktuellen Preisen für die jeweiligen Behandlungen erkundigt. Unser Umfrageergebnis stellen wir Ihnen nachfolgend tabellarisch dar. Es soll Ihnen Anhaltspunkt sein für die Kosten, die Sie für den Tierarztbesuch einrechnen können. >> Tabelle

Gefährliche Katzenkrankheiten

Katzenseuche
Ihr Erreger ist ein Virus, das in der Außenwelt extrem widerstandsfähig ist und Jahre überleben kann. Die Katzenseuche wird darum nicht nur durch direkten Kontakt übertragen, sie kann auch vom Menschen mit dem Schuhwerk, der Kleidung, den Händen oder mit Gegenständen, die für mehrere Katzen benutzt werden, eingeschleppt werden. Typisch ist das plötzliche Auftreten der ersten Symptome: Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit und allgemeine Unlust. Zu diesem Zeitpunkt haben die Katzen sehr hohes Fieber. Kurz darauf erbrechen die Tiere massiv, zunächst Reste der letzten Mahlzeit, bald nur noch Schleim und Galle. überleben sie dieses Stadium, so kann sich ein schwerer, beinahe unstillbarer Durchfall einstellen, der Blut- und Darmschleimhautfetzen enthalten kann. Erbrechen und Durchfall führen zu einer raschen Austrocknung, einem deutlich sichtbaren Verfall und letztlich zum Tod. Die Behandlung der Katzenseuche ist sehr aufwändig und nicht immer erfolgreich.

Katzenschnupfen
Der Katzenschnupfen ist eine sehr häufige Erkrankung junger, ungeimpfter Katzen oder Katzenwelpen, die von einer ungeimpften Mutter stammen. Aber auch ältere Tiere können erkranken. Der Katzenschnupfen wird im wesentlichen durch zwei Viren verursacht: das Rhinotracheitis- und das Calici-Virus. Die Katze steckt sich entweder an einer kranken Katze an oder an einem gesund aussehenden Tier, das die Erkrankung überlebt hat und zeitweilig Viren ausscheidet. So harmlos wie sein Name ist der Katzenschnupfen  leider selten.  Er beginnt in der

Regel mit Niesen, gefolgt von einem zunächst klaren Nasen- und Augenausfluss, der schnell schleimig und eitrig wird. Hinzu kommen Fieber, Niedergeschlagenheit und Appetitlosigkeit. Die Nasenlöcher verkleben, die kranke Katze atmet nunmehr durch den Mund, wodurch die Infektion tiefer gelegene Abschnitte des Atmungsapparates ergreift. Es kommt zur Entzündung der Luftwege, der Bronchien und sogar der Lunge. Husten ist die Folge. In manchen Fällen treten schmerzhafte Geschwüre in der Maulhöhle auf. Nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, führt der Katzenschnupfen nicht selten zum Tod.

Tollwut
Die Tollwut ist für alle Säugetiere - ebenso für den Menschen - lebensgefährlich. Das Tollwut-Virus wird bei unseren Haustieren fast ausschließlich durch den Biss infizierter Füchse übertragen. Es greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität hervor. Fortschreitende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen, gefolgt von Krämpfen und Lähmungen, führen schließlich zum Tod. Der Mensch infiziert sich seltener an Füchsen als am Biss durch tollwutkranke Hunde und Katzen. Auf Grund der enormen Gefahr für den Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen und unterliegt als solche der staatlichen Kontrolle. Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen Tieren verboten. Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigten Tier nur vermutet wird. In einem solchen Fall kann die Tötung angeordnet werden, es sei denn, Ihr Tier ist nachweislich gegen Tollwut geimpft.
 
Katzenleukose
Die Katzenleukose ist die häufigste infektiöse Todesursache bei Katzen. Ihr Erreger ist ein Virus, das mit den Immunschwäche-Viren bei Katze (FIV) und bei Menschen (HIV) verwandt ist. Das Leukose-Virus befällt ausschließlich Katzen. Es wird leicht übertragen: nicht nur Kontakt zu kranken Katzen, sondern auch über den Freßnapf, die Katzentoilette etc. Infizierte Muttertiere können Leukose im Mutterleib und über die Milch auf Ihre Welpen übertragen. Auch gesund erscheinende Katzen, die das Virus ständig mit dem Speichel ausscheiden, spielen bei der Verbreitung eine große Rolle. Die Erkrankungen durch Katzenleukose sind äußerst vielseitig und werden in zwei große Gruppen zusammengefasst: Erkrankungen durch Schwächung des Abwehrsystems und Tumorerkrankungen. Als Folge der Abwehrschwäche wird die Katze für sonst harmlose Erreger sehr anfällig. Die daraus folgenden Entzündungen können alle möglichen Organe angreifen und lassen sich nicht oder nur kurzfristig behandeln. Des Weiteren können bei einer leukosekranken Katze die übrigen Schutzimpfungen fehlschlagen, da das Immunsystem nicht mehr in der Lage ist, Schutzstoffe zu bilden. Deshalb ist eine Impfung gegen die Katzenleukose die Basis für weitere Impfungen, die gleichzeitig erfolgen können.

FIP
Die FIP (Feline Infektiöse Peritonitis) - zu Deutsch: ansteckende Bauchfellentzündung der Katze - ist eine relativ häufige, tödlich verlaufende Virusinfektion der Katze. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit einer FIP-erkrankten Katze oder indirekt über unbelebte Gegenstände wie Katzentoilette, Bürsten und ähnliches. Die FIP beginnt in der Regel mit vermindertem Appetit, Fieber und Bewegungsunlust. Nach einer unterschiedlich langen Zeit kommt es bei einem Teil der Tiere zu Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle, Brusthöhle oder dem Herzbeutel. Der Tierarzt spricht dann von einer "feuchten FIP". Daneben kann das Virus aber auch knötchenartige Veränderungen an inneren Organen hervorrufen. Diese "trockene FIP" ist aufgrund unterschiedlicher Krankheitssymptome schwer zu diagnostizieren.

FIV
Das Feline Immunschwäche-Virus (FIV) ist dem HIV des Menschen, dem Aids-Virus, sehr ähnlich. Eine Übertragung des Katzenvirus auf den Menschen ist jedoch ausgeschlossen. Das FIV wird hauptsächlich durch Bissverletzungen übertragen, z.B. anlässlich von Revierverteidigungskämpfen oder während eines Paarungsaktes durch den Nackenbiss des Katers. Die FIV-Infektion führt, ähnlich wie bei der Katzenleukoseinfektion, zu einer Schwächung des Abwehrsystems, in deren Folge es zu den verschiedensten Krankheitszeichen kommen kann. Häufig

beobachtete Symptome sind allgemeine Unlust, Zahnfleischentzündung, Schnupfensymptome, schlecht heilende Wunden der Haut, Fieber, vergrößerte Lymphknoten und Durchfall. Die Infektion endet immer tödlich. Besonders häufig ist FIV allerdings nur bei älteren nicht kastrierten Katern mit freiem Auslauf. Im Gegensatz zu allen bisher besprochenen Infektionskrankheiten steht gegen die FIV-Infektion gegenwärtig kein Impfstoff zur Verfügung.

Diabetes
Nicht nur beim Menschen, sondern mittlerweile auch bei Katzen tritt mit zunehmender Häufigkeit Diabetes bzw. Katzendiabetes auf. Die Gründe dieser Krankheit sind aber oft ähnlich der in der Humanmedizin. Und so ähneln sich auch die Behandlungsmethoden - auch wenn dies noch nicht von allen Tierärzten anerkannt wird. Wir empfehlen Ihnen in solchen Fällen einen Blick auf www.katzendiabetologie.de.