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Kater Kasimir: eine Chronik

Mai 2003, Zitat: Christina Koch – Tierheimleiterin

"Kasimir (ca. 5 Jahre), war für uns ein schrecklicher Anblick, als man ihn brachte. Lange Zeit stromerte er durch die Straßen eines Wohngebietes und wäre wohl heute nicht mehr am Leben, hätte es nicht den entsprechenden Tierfreund gegeben, der sich endlich erbarmte. Kasimir war flächenweise ohne Fell, total krank, bis auf die Knochen abgemagert und lief nur auf drei Beinen, da eine Vorderpfote gebrochen war.

Er ist extrem verschmust, ruhig und dankbar. Leider konnte er aufgrund seines Zustandes bisher nicht operiert werden. Sollte die Möglichkeit bestehen, werden wir jedoch sein Bein auf jeden Fall, operieren lassen, damit er keine Schmerzen mehr leiden muss."
 
Die Kosten für die Operation wurde mit ca. 500 Euro veranschlagt. Doch zunächst musste Kasimir sich erst einmal so weit erholen, dass er die Operation durchstehen konnte. Tierfreunde riefen eine Spendenaktion ins Leben – und schließlich war der größte Teil der OP-Kosten durch die  Spenden gedeckt.

15. Juli 2003, Bericht einer Tierfreundin, "Giinger":

Kasimir wurde heute morgen zum Tierarzt gefahren und hat während der ganzen Autofahrt im Körbchen gejammert. Frau Koch meinte, er hätte es gemerkt, dass etwas mit ihm passiert. Dann gab sie ihn aber doch schweren Herzens bei der Arzthelferin ab.

Man konnte Kasimir bis draußen weinen hören. Am Liebsten hätte Frau Koch ihn direkt wieder mitgenommen. Aber es musste ja schließlich etwas geschehen, damit er wieder auf die Beine kommt.

Der Arzt rasierte ihm das ganze Beinchen bis hoch zur Schulter und bekam einen richtigen Schock. Das ganze Bein war von oben bis unten mit Narben übersäht. Nun war der Tierarzt aber doch neugierig und schaute sich den gesamten Körper des kleinen Kasimir genauer an. Der ganze Körper war übersät von diesen großen Narben! Der Kleine muss riesige Qualen erlitten haben, denn – wie es aussieht hat irgend jemand Kater Kasimir am ganzen Körper immer wieder mit einem Messer attackiert. Was hat man diesem Kater nur angetan!

Jetzt sitzt er in einer kleinen Box und muss ca. 2 Wochen dort drinnen bleiben. Kasimir tut mir so unendlich leid, aber es muss sein, damit sein Beinchen heilt.

Er hat nun mehrere Metallstifte im Bein und anscheinend noch Schmerzen. Leider darf Kasimir jedoch keine Schmerzmittel bekommen, damit er nicht – nur weil er dann ja nichts merken würde - herumläuft und anfängt, zu spielen oder zu rennen. Er scheint gerade erst richtig wach zu werden, schmust aber schon wieder ein wenig mit Frau Koch.
 
Das erst mal zur neuesten Info. Ach ja, ein bisschen Geld fehlt noch, um die ganze OP zu bezahlen. Aber die Rechnung kommt erst später. Frau Koch konnte nur sagen, dass sie den genauen Betrag nicht genau weiß, da sie im Moment zu viel um die Ohren hat.

An alle, die dem kleinen Kasimir geholfen haben, ein paar Euros für die OP gespendet haben: Ich bin super dankbar. Ihr seit echt große Klasse ! Ich hoffe, Kater Kasimir kann bald ein ganz normales Leben führen.

IHR SEIT ECHT EINE SUPER GEMEINSCHAFT! VIELEN, VIELEN DANK AN ALLE, DIE HOYERSWERDA UNTERSTÜTZEN, DAMIT DIE MITARBEITER IHRE ARBEIT WEITERFÜHREN KÖNNEN UND DIE KLEINEN KATZEN UND KATER EIN LEBEN OHNE SCHMERZEN, SCHLÄGE UND BRUTALITÄT LEBEN KÖNNEN !

16. Juli 2003, Bericht einer Tierfreundin:

Hallo an alle Freunde von Kasimir. Habe gerade mit Haykee telefoniert, die immer noch fleißig am Werkeln ist. Kasimir liegt in seiner Box, damit er sich nicht viel bewegen kann. Sein Beinchen ist voll bandagiert und etwas fixiert. Er sieht jetzt auch schon viel klarer als gestern. Er lässt sich von Haykee kraulen und streicheln und maunzt dabei vor Begeisterung. Er ist ein tapferer, ganz lieber kleiner Kerl. Ich drücke ihm die Daumen, dass der Heilungsprozess super gut gelingt.

21. Juli 2003, Bericht eines Tierfreundes, "Heinwuppdi":

Hallo Ihr Leut`, habe eben gerade mit Haykee telefoniert. Sie wusste, dass Kasimir schon beachtliche Fortschritte nach seit seiner OP vor einer Woche gemacht hat. Er ißt wohl - wie zuvor - mit Riesenhunger und lässt sich dabei durch nichts in aller Welt stören. Das ist doch eine gute Nachricht, oder ? Stellt Euch nur vor, er würde nach der OP nicht richtig fressen ... So kommt er wenigstens schneller wieder zu Kräften. Er steht immer mal wieder vorsichtig auf und lässt sich liebend gerne streicheln.

Dass er dabei nach Leibeskräften schnurrt, versteht sich von selbst, oder ? Noch ist er in einer begrenzten Box untergebracht, damit das verbundene Beinchen geschont wird. Ich glaube ganz fest daran, dass Kasimir zukünftig ohne Schmerzen leben kann.

23. Juli 2003, Bericht Christina Koch – Tierheimleiterin

Liebe Tierfreunde, die sich an der OP für "Kasimir" beteiligten:
"Kasimir" wurde am 14.07.03, (endlich stabil genug für eine große OP) operiert,  und er befindet sich nun auf dem Wege der Genesung. Es war eine schwere OP, denn sein Bein war total zertrümmert und bereits falsch zusammengewachsen. Während der OP bemerkte der Tierarzt (eine Kapazität auf seinem Gebiet), Narben am gesamten Körper des Tieres und untersuchte dies mal genauer. 

"Kasimir" hat am ganzen Körper Narben von unzähligen Messerstichen. Damit ist nun klar, in welch einem Haushalt der Kater ehemals wohnte, bevor wahrscheinlich eine Zwangsräumung, bei der er ausgesetzt wurde, seine Chancen auf Leben erhöhte. Zum Glück brachte ein Tierfreund das völlig kranke und heruntergekommene Tier noch im letzten Moment zu uns, nachdem er sich wochenlang bei Schnee und Kälte durch die Straßen eines Wohnviertels schleppte. "Kasimir" ist ein bewundernswerter Kater, ist lieb, verschmust und dankbar ohne Ende. Wir lieben ihn alle sehr und freuen uns, dass wir ihm das Leben retten und lebenswert machen konnten. Vielen Dank, auch im Namen von "Kasimir", für die hilfreiche Unterstützung!

13. August 2003, Bericht Christina Koch – Tierheimleiterin

Hallo, liebe Tierfreunde, ich möchte Euch mitteilen, dass die OP bei Kater "Kasimir" bisher rund 500,- € gekostet hat. Wir hoffen, dass weiterhin alles mit ihm gut geht und keine weiteren OP`s nötig werden. Im Moment macht es uns Sorgen, dass er sein operiertes Bein nicht benutzt. Obwohl er keine Schmerzen hat, hält das Bein in der Luft und humpelt auf 3 Beinen durch seinen Käfig. Vermutlich ist es eine Angewohnheit aus früherer Zeit, als er noch Schmerzen hatte, wenn er das Bein aufsetzte. Kasimir muss jetzt lernen, dass es ihm wieder gut geht. Drückt alle fest die Daumen und nochmals herzlichen Dank für die spontane finanzielle Unterstützung für Kasimir.
 
September 2003: Kasimir benutzt sein Beinchen nicht, so dass ein erneuter Tierarztbesuch ansteht.
 
9. September 2003, Bericht Christina Koch – Tierheimleiterin

Heute wurde Kasimir noch einmal operiert. Es tut mir so leid, und er leidet schrecklich. Kasimir liegt da, als ob er mit dem Leben abgeschlossen hat, und ich kann ihm nicht helfen.
Frau Streblow hat ihm ein Schmerzmittel gegeben, damit er die Nacht einigermaßen übersteht. Nur gut, dass er in den letzten Wochen so gut gefressen hat, so hat er viel zuzusetzen und entkräftet nicht so schnell. Selbst der Doktor war sehr betrübt, dass Kasimir das noch einmal durchmachen muss. Wir wissen nicht, was Kasimir veranstaltet hat in seinem Käfig, auf jeden Fall hat er sich alles an der operierten Stelle zerrammelt.

Ostern 2004: Herzliche Ostergrüße von der "Katzenhilfe Hoyerswerda" e.V.

Bericht Christina Koch – Tierheimleiterin

Wir wünschen allen Tierfreunden, besonders denen, die uns immer wieder zur Seite stehen und so gute Unterstützung leisten, wunderschöne Feiertage. Wir danken für alle Pakete und Päckchen, Karten, Briefe und sonstige Spenden vorerst auf diesem Wege. Für die Tierheimkatzen wird das wieder ein richtiges (Oster)Fest.

Eure Unterstützung können wir auch weiterhin gebrauchen, denn das Tierheim bleibt überfüllt. 60 Katzen wurden in diesem Jahr bereits schon vermittelt, doch ebenso viele kamen wieder herein. Die Flut nimmt kein Ende und wir haben wirklich in den letzten Wochen Schreckliches gesehen. Man kann nur Tag und Nacht bereit sein, um diesen armen Geschöpfen zu helfen. Und das sind wir, denn es lohnt sich! Dankbare Katzenaugen und lautes Schnurren ist der schönste Dank für unsere schwere Arbeit!

Nun zu unser aller Freund Kasimir: Kasimir wurde vor drei Wochen nun zum vierten Mal operiert. Ihm wurde das völlig kaputte Beinchen amputiert. Nun braucht Ihr nicht gleich furchtbar erschrecken, denn Kasi geht es seit dem prächtig. Wir hätten viel früher diesen Schritt gehen sollen. Die letzten Wochen vor der OP muss das Leben für Kasi eine Qual gewesen sein. Er nahm am Leben nicht mehr teil, lag still in seiner Box, schnurrte und begrüßte uns nicht mehr. Er lag da, als ob er sterben wollte. Wir waren alle am Ende mit unseren Nerven. Als Kasi dann anfing, sein Futter nicht mehr anzurühren, mußte schnellstens gehandelt werden.

Es hat sich gelohnt, obwohl der Schritt auch für mich sehr schwer war. Ich brachte Kasi früh um 8.00 zur OP und holte ihn um 14.00 Uhr wieder ab. Er beruhigte sich sofort, als er meine Stimme hörte. Im Tierheim angekommen, kam er in seine Box und da war er bereits aus der Narkose völlig aufgewacht. Er stieß mir seinen Kopf in mein Gesicht und schnurrte. Dann humpelte er durch seinen Käfig und ging auf Toilette.

Ich konnte es nicht fassen, er tat, als wäre nichts geschehen. Nach einer Woche wurde der Verband abgenommen und nach einer weiteren Woche wurden die Fäden gezogen. Es sieht prima aus und alles ist wunderbar verheilt.

"Kasimir" ist wieder der glücklichste Kater er Welt. Er vermisst sein Bein überhaupt nicht und er lebt nun wieder - und das seit langer, langer Zeit - ohne Schmerzen. Er schmust mit mit mir, bis ich völlig besabbert bin und kriegt sich gar nicht mehr ein vor lauter Liebe.

Nun haben wir unseren Kasi, wie wir ihn kennen, wieder und sind überglücklich, dass alles so gut gelaufen ist. Er ist ein so tapferer Kater ! Drückt alle die Daumen, dass er weiter so gute Fortschritte macht, dann kann Kasi bald frei herumlaufen und auch raus in die Sonne gehen. Er grüßt alle seine Freunde, die zu ihm standen, ihn unterstützten und sich um ihn sorgten. Er bedankt sich bei Euch für alles auf das Herzlichste. Macht`s gut, bis bald Kasimir und Christina Koch

3. Mai 2004, Bericht Christina Koch – Tierheimleiterin

Kasi geht es bombastisch ! Er treibt sich den ganzen Tag bei schönem Wetter im Freigehege herum, klettert und springt, dass es eine Freude ist. Man merkt ihm kaum an, dass er nur drei Beine hat. Allerdings ist er abends dann total fertig und sein verbliebenes Vorderbein zittert dann schon mal. (Aber bei dem Gewicht kein Wunder.) Abnehmen ist auch nicht, denn fressen ist ja soooooooo schööööööön !

Zum Schlafen geht er im Moment noch freiwillig in seine Box - steigt allein herein, läuft in sein Körbchen und fällt um. Morgens macht er Krach, denn dann will er schnell wieder raus ins Gehege.

Drückt bitte die Daumen, dass es mit ihm so bleibt. Stänkern mit den Anderen findet er nun auch schon ganz toll und man muss auch mal mit ihm schimpfen. Eifersüchtig ist er auch ganz schön, verwöhnt wie er ist.